Global Change und Energiekrise: wissen wir genug, um zu handeln? 22.05.2012

psro altDienstag, 22.05.2012
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Naturmuseum Südtirol
Bindergasse 1
Bozen
Anmeldung: nicht erforderlich!
Eintritt frei.
Mit Univ.-Prof.-Dr. Roland Psenner
Vizerektor für Lehre und Studierende, Universität Innsbruck
 
 
Unsere Kenntnisse über globale Veränderungen und den Klimawandel haben seit etwa zwei Jahrzehnten exponentiell zugenommen, sodass man meinen könnte, wir wissen genug, um richtig und vernünftig zu handeln. Täglich jedoch erscheinen neue Berichte über bisher übersehene oder nicht verstandene Zusammenhänge im komplexen Wechselspiel zwischen Atmosphäre, Land und Wasser – was uns deutlich macht, wie wenig wir tatsächlich über das Klimasystem der Erde verstehen. Müssen wir deshalb sämtliche Maßnahmen bis auf den Zeitpunkt verschieben, an dem wir glauben, dass wir alle Zusammenhänge verstanden haben? Aus wissenschaftlicher Sicht werden wir nie „genug" wissen, aber als Wesen mit begrenzter Lebenszeit und in Gedanken an nachfolgende Generationen sind wir auf der Suche nach vernünftigem Handeln. Der Vortrag soll das Thema „Global Change" aus Sicht eines Wissenschaftlers beleuchten, der sich um jene Fragen Gedanken macht, die weit in die Zukunft wirken.
Roland Psenner, geboren 1950 in Bozen, ist seit 1. März 2012 das Vizerektor für Lehre und Studierende an der Universität Innsbruck. Er studierte Biologie, Limnologie und Biochemie an der Uni Innsbruck, wo er auch promovierte. Von 1977 bis 1986 war er Postdoc an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo er später als wissenschaftlicher Mitarbeiter forschte. 1987 war Psenner als Raumplaner in seiner Heimat Südtirol tätig. 1991 wurde er außerordentlicher Uni-Professor in Innsbruck, 1997 ordentlicher Universitätsprofessor für Limnologie. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere den Auswirkungen des Klimawandels auf alpine Ökosysteme wie Hochgebirgsgewässer oder Gletscherregionen. Von 2010 bis 2012 leitete er den interfakultären Forschungsschwerpunkt „Alpiner Raum – Mensch und Umwelt". Er engagiert sich seit vielen Jahren in Uni-Politik und -Verwaltung, von 2001 bis 2004 war er Studiendekan der naturwissenschaftlichen Fakultät, von 2008 bis 2012 leitete er als Dekan die Fakultät für Biologie. Seit vielen Jahren wirkt er in zahlreichen in- und ausländischen Forschungsgremien und -beiräten mit.
 
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